Ausstellungsarchiv des Hetjens seit 1909
Das Hetjens präsentiert seit über 100 Jahren Keramiken in großen und kleinen Ausstellungen, von der Sagoschale aus Papua-Neuguinea bis hin zum Porzellanservice mit Puttendekor aus dem 18. Jahrhundert.
Magical Creatures
April 2025 bis Januar 2026
Mystische Kreaturen beflügelten schon immer die Phantasie der Menschen. Einhorn, Meerjungfrau und Zwerg haben auch in der Kunstgeschichte ihren festen Platz. Bereits in der antiken Sagenwelt nehmen Mischwesen wie Sphinx und Faun oft zentrale Rollen ein. Während Drachen in der fernöstlichen Mythologie als Himmelsboten und Glückbringer angesehen werden, sind sie im Westen das Sinnbild des Bösen, das überwunden werden muss. Im Gegensatz dazu genießt das Einhorn spätestens seit dem Mittelalter besondere Beliebtheit. Es steht für Reinheit und große Zauberkraft.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl phantastischer Wesen aus Porzellan und Keramik. Der Studioausstellungsbereich (1. OG) ist Ausgangspunkt, von wo aus glitzernde Sterne auf einem Parcours zu den weiteren Exponaten in allen Bereichen des Museums führen.
Akustische Fliesen
Eine Videoinstallation
Dezember 2025
Anlässlich des 100. Todestags des französischen Komponisten und Pianisten Erik Satie (1866-1925) präsentiert das Hetjens – Deutsches Keramikmuseum die Videoinstallation „Akustische Fliesen“ des Künstlerduos Frederike Möller und Michalis Nicolaides als besondere Hommage an den visionären Künstler.
Ausgangspunkt des Projekts ist Saties in den 1920er-Jahren entstandene „Musique d’ameublement“, eine Serie kurzer, sich beständig wiederholender Klangstücke. Das erste Werk dieser Reihe nannte Satie programmatisch „Carrelage phonique“ – Akustische Fliese. Möller und Nicolaides greifen diesen Gedanken auf und übertragen ihn in eine zeitgenössische audiovisuelle Raumkomposition. Dafür wurden Saties Stücke im Vorfeld video- und tontechnisch mit einzelnen Musikerinnen und Musikern aufgenommen, wobei separate Videoportraits entstanden sind, die – im Raum verteilt – effektvoll zusammenklingen.
Den szenischen Rahmen der Videoinstallation bilden die expressionistischen Porzellan-Großtiere der Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur, die ursprünglich 1921 für das Porzellan-Palais der Leipziger Messe geschaffen wurden. Die monumentalen Figuren waren schon bei ihrer Premiere eine Sensation: Seit den lebensgroßen Tieren der Meissener Porzellan-Menagerie Augusts des Starken (1670 - 1733) hatte sich kein Künstler mehr an Porzellanplastiken dieses Formats gewagt. Die Bildhauer Hugo Meisel und Artur Storch fertigten insgesamt sechzehn expressiv bewegte, teils groteske Großtiere, deren sparsame Staffierung die Oberflächen besonders hervorhebt.
Ausstellung - Asche und Glut
Meisterwerke der Keramikkunst von Jan Kollwitz
22. Mai bis 17. August 2025 - verlängert bis 31. August 2025
In seiner Werkstatt in Cismar fertigt Jan Kollwitz zeitlose Keramiken unter Anwendung traditioneller japanischer Herstellungstechniken an. Als Schüler von Meister Yutaka Nakamura lernte Kollwitz im Töpferort Echizen die Bearbeitung und den Brand traditioneller Gefäße.
Seine Keramiken zeigen die unverkennbaren Ascheanflugglasuren, die nur im Holzfeuerbrand entstehen und für die traditionellen japanischen Einkammeröfen Anagama typisch sind. Jan Kollwitz ist ein Urenkel der Bildhauerin Käthe Kollwitz und einer der wenigen Keramikkünstler Deutschlands, die transkulturell und unter Einhaltung von authentischen Brenntechniken eine Brücke zwischen der europäischen Keramikkunst und der fernöstlichen Tradition schlagen.
Tisch des Monats – Weihnachten
Weihnachtsgrüße aus Schloss Moritzburg
28. November 2024 bis 26. Januar 2025
Die Inspirationsquelle für den Dekor „Jagdmalerei“ waren die Wälder in der Umgebung von Schloss Moritzburg bei Dresden. Das ehemalige Jagdschloss Augusts des Starken (1670–1733) ist heute als Drehort des Weihnachtsklassikers „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (1973) einem Millionenpublikum bekannt. 1969 war in einem der Türme des Schlosses ein Atelier für das "Kollektiv künstlerische Entwicklung der Manufaktur Meissen eingerichtet worden. Auf diese Weise entstand die mehr als 250 Teile umfassende Serviceform „Großer Ausschnitt“ – das umfangreichste Meissener Serviceensemble des 20. Jahrhunderts. Das Kaffeeservice „Jagdmalerei“ konnte mit Mitteln der Dr. Günter Lontzen-Stiftung erworben werden und steht chronologisch in einer Reihe mit den Dekoren „Münchhausen“ und „Tausendundeine Nacht“.
Ausstellung – Vom Ku'damm an die Kö
Keramik · Design der 1950er Jahre
3. Oktober 2024 bis 16. März 2025
Nierentisch und Wirtschaftswunder im Westen, Planwirtschaft und „Jugendstunde“ im Osten – im ersten Nachkriegsjahrzehnt produzierten die Keramikmanufakturen gemäß der politischen Agenda. Das Hetjens – Deutsches Keramikmuseum freut sich über eine großzügige Schenkung von Keramikobjekten, die einen großen Teil der Formen und Glasuren der Manufakturwaren aus den 1950er repräsentiert. Das Design der 1950er Jahre steht bis heute für Innovation und Funktionalität. Die Formensprache der Designobjekte wurde materialübergreifend angewendet. Sie orientierte sich an weichen und runden Formen, die neben den klaren fast minimalistisch anmutenden Linien der Möbel- und Gebrauchsgegenstände einen reizvollen Kontrast boten.
Die Sonderausstellung im Hetjens – Deutsches Keramikmuseum zeigte herausragende Unikate namhafter Studiokeramiker wie Richard Bampi oder Jan Bontjes van Beek sowie ausgewählte seriell gefertigte Manufakturwaren, die beispielhaft für den Formenreichtum der 1950er Jahre stehen. Möbel und Textilien aus Museums- und Privatbesitz ergänzten die Präsentation.
Weitere Ausstellungen
Tisch des Monats – "Auf dem fliegenden Teppich durch die Weihnachtszeit"
Das Meissener Service Tausendundeine Nacht
30. November 2023 bis 4. Februar 2024
Der Weihnachtstisch 2023 ist mit dem Service Tausendundeine Nacht der Manufaktur Meissen eingedeckt. Die orientalisch inspirierte Figurenmalerei zählt zu den kostbarsten Dekoren, die das Künstlerkollektiv um Heinz Werner und Peter Strang in den 1960er und 70er Jahren entwickelt hat. Die unteren Bereiche der Gefäße sowie die Unterseite der Tellerfahnen sind vollflächig vergoldet: Understatement made in GDR. Der Malerei Werners präsentiert eine verspielte Märchenwelt in bunter Variation. Das beliebteste Motiv sind anmutige Haremsdamen in unterschiedlichsten Spielarten.
Das Service Tausendundeine Nacht konnte mit Mitteln der Dr. Günter Lontzen-Stiftung für die Hetjens-Sammlung erworben werden. Im Rahmen des Tischs des Monats wird es erstmalig präsentiert.
Ausstellung – Anke Eilergerhard – Dolcissima
06. Juni - 24. September 2023 VERLÄNGERT bis 4. November 2023
Die Skulpturen der spektakulären Werkserie der „Annas“ von Künstlerin Anke Eilergerhard erfreuen sich seit der Kooperation mit dem italienischen Modehaus Fendi auch international großer Bekanntheit.
Prächtig wie aus der Hofkonditorei eines barocken Fürstenhofes spielen die überdimensionalen Zuckerwerk-Formen mit der Augenlust des Publikums. Denn auf der wie mit Sahnetupfen gespritzten Oberfläche ihrer Skulpturen hat die Künstlerin Porzellane aus deutschen und tschechischen Traditionsmanufakturen appliziert, die auf dem Süßwerk zu balancieren respektive zu tanzen scheinen. Somit ziehen die zuckersüß anmutenden Skulpturen mit Namen „Annalotta“, „Annadonna“, „Anastasia“ oder „Annadel“ nicht nur Freundeskreise der feinen Patisserie, sondern auch Fans der europäischen Porzellangeschichte in den Bann.
Tisch des Monats – Blütenstern und Arabeske – ein Sommer in Marokko
18. Mai bis 30. Juli 2023 - verlängert bis 24. September 2023
Anlässlich der Feier des 60-jährigen Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und Marokko schmückt das Hetjens seinen Sommertisch mit farbenprächtiger Keramik aus Marokko. Die Dekore in den traditionellen Farben Grün, Gelb und einem leuchtenden Blau tragen Namen wie „Tausendfüßler“ sowie „Schildkrötendekor“ und bestehen aus Flechtbändern, geometrischen sowie floralen Ornamenten. Zum Servieren der Speisen nutze man spezielle Formen wie Trichterschüsseln für Couscous oder – wohl am bekanntesten – die Tajine, eine Art Schmortopf mit trichterförmigem Deckel. Die Gefäße auf dem Tisch stammen aus der ehemaligen Königsstadt Fès und zeigen ihren eigenen Stil auf der Tafel.
Ausstellung – Nach der Schneeschmelze雪どけの後
Naomi Akimoto – Arbeiten aus Deutschland und Shigaraki
11. Mai bis 13. August 2023
Wie kaum ein anderes Land vereinigt Japan eine traditionsreiche Kultur mit modernen Technologien. Für den Westen ist das Land der aufgehenden Sonne faszinierend und fremd zugleich. Die Künstlerin Naomi Akimoto ist eine Grenzgängerin, die in ihren Arbeiten traditionelle japanische Ästhetik mit westlicher Konzeptkunst vereint. Sie ist in Ôsaka geboren und studierte Bildhauerei in Kyôto sowie später an der Düsseldorfer Kunstakademie Bildhauerei bei Prof. Christian Megert und bei Prof. Georg Herold, nachdem sie zuvor bereits in Japan die Kunst Joseph Beuys kennen gelernt hatte.
Naomi Akimoto nimmt stets Naturphänomene und ihren materiellen Ausdruck als Inspiration für ihre Arbeiten. Die Veränderungen des Lebens, das Wachsen und Vergehen, dienen den vielschichtigen Plastiken, Zeichnungen und Installationen als Grundlage.
Anlässlich des Japantags zeigt das Hetjens neben neuen Arbeiten aus Ton auch Papierarbeiten in unterschiedlichen Techniken sowie einen Stop-Motion Film der Künstlerin. Ein Teil der Werke entstand während des Aufenthalts der Künstlerin als Artist in Residence im Shigaraki Ceramic Culture Park (2021 / 2022). Shigaraki zählt zu den „sechs alten Öfen“ und ist eines der bedeutendsten Töpferzentren Japans.
Ausstellung – AZULEJOS – Fassadenschmuck der Iberischen Halbinsel
09. März bis 27. August 2023
Als sich der polnische Graf und passionierte Sammler Atanazy Raczynski 1842-1848 als Botschafter in preußischem Dienst in Lissabon aufhielt, verfasste er eine Schrift über die Künste Portugals. Darin schreibt er nicht nur über bedeutende Künstler des Landes, sondern auch über prachtvolle Azulejos (Fliesen). Sie prägten das Stadtbild derart, dass sie zu einem charakteristischen Element in der Architektur Portugals wurden. Seit dem 15. Jahrhundert bis heute faszinieren die teils kunstvoll bemalten und farbig glasierten Wandfliesen durch ihre Leuchtkraft und eindrucksvolle Einbindung in die Architektur. Sie schmücken Innenräume, Gartenanlagen und mancherorts ganze Außenfassaden.
Die Ausstellung widmet sich der Fliesenkunst der Iberischen Halbinsel aus dem 16. bis 20. Jahrhundert mit dem Fokus auf Entwicklungen in Portugal. Anhand einer Auswahl von Fliesen aus den islamischen Kulturkreisen sowie den Niederlanden werden wechselseitige Einflüsse veranschaulicht.
Ausstellung – Gold und 1.000 Farben – Angewandte Kunst aus Japan
20. Oktober 2022 bis 26. Februar 2023 VERLÄNGERT bis 23. April 2023
Bis in die 1850er Jahre hatte Japan sich nahezu vollkommen vom Westen isoliert. Nur sehr wenigen Europäern waren Einblicke in die jahrhundertealte Kultur Japans möglich. Durch die plötzliche Öffnung des Landes brach in Europa und den USA eine enorme Begeisterung für die japanische Kunst und Kultur aus. Zahlreiche Sammler begannen, insbesondere die Angewandte Kunst Japans zu erwerben. Japanische Künstler produzierten daraufhin speziell für den westlichen Markt und zeigten ihre Objekte auf den Weltausstellungen.
Das Hetjens – Deutsches Keramikmuseum widmet der japanischen Kunst des 19. Jahrhunderts eine Sonderausstellung. Neben japanischen Keramiken werden Fächer, Elfenbeinarbeiten und Kimonos präsentiert. Die Objekte kommen hauptsächlich aus der Sammlung Hildegard und Wilhelm Preker, die das Hetjens jüngst als Schenkung erhalten hat, und werden durch ebenso hochkarätige Leihgaben ergänzt.
Tisch des Monats Weihnachten – Schwäne aus Weißem Gold – Meissener Schwanenservice
24. November 2022 bis 29. Januar 2023 VERLÄNGERT bis 28. Februar 2023
Das Schwanenservice zählt mit ursprünglich mehr als 2.200 Einzelteilen zu den umfangreichsten Tafelschirren des 18. Jahrhunderts. Ein Großteil des Services wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört – der Rest ist über die ganze Welt verstreut. Die Faszination für dieses legendäre Porzellan ist seit seiner Entstehung 1737/40 bis heute ungebrochen. Auftraggeber für das Service war Heinrich Graf von Brühl (1700–1763), der damalige Premierminister Sachsen-Polens und Direktor der Meissener Manufaktur. Die reich reliefi erte Oberfl äche des Porzellans wird in Anlehnung an den Namen des Grafen (Brühl = feuchtes Land, Sumpf, Quelle) durch Wasservögel in Teichlandschaften geschmückt. Fische, Najaden und Tritonen bilden den plastischen Schmuck der Terrinen und Gefäße. Großzügige Leihgaben der Meissen Porzellan-Stiftung und der Porzellanmanufaktur Meissen bringen den weihnachtlichen Tisch des Monats im Hetjens zum Glänzen. Anlässlich der Eröffnung liest Dr. Christine Gräfi n von Brühl aus ihrem Buch „Schwäne in Weiß und Gold“, das sich der Geschichte ihrer Familie widmet, die eng mit dem Brühlschen Schwanenservice verbunden ist.
ZeitReise floral im Hetjens
EXTRA 24. bis 26. Juni 2022, IHK-Abschlussarbeiten der Floristen 2022
Anlässlich der IHK-Abschlussprüfung der Floristen präsentieren die Absolventinnen und Absolventen ihre Werkstücke: Blumensträuße, Gestecke und Pflanzarbeiten, Raum- und Hochzeitsdekoration sowie Trauerfloristik
Tisch des Monats – Tafeln wie beim König von Preußen – KPM BERLIN Breslauer Stadtschloss
20. Mai bis 28. August 2022
König Friedrich II. von Preußen, der von der Geschichte mit dem Beinamen „der Große“ bedacht wurde, war auch einer der größten Porzellan-Liebhaber aller Zeiten. 1763 erwarb Friedrich vom Kaufmann Johann Ernst Gotzkowsky die Berliner Porzellanmanufaktur. Er nannte sie KÖNIGLICHE PORZELLAN-MANUFAKTUR BERLIN – die KPM produziert bis heute.
Der König hatte fortan eine eigene Manufaktur, in der er nach seinen persönlichen Wünschen bestellen konnte, und war nicht länger auf die Manufaktur im sächsischen Meissen angewiesen. Dort warben die Berliner den Modelleur Friedrich Elias Meyer ab, ein Schüler des legendären Meissener Modellmeisters Johann Joachim Kändler. Meyer verlieh dem Friederzianischen Porzellan die Leichtigkeit und Eleganz, für die es berühmt werden sollte.
Auch für das Stadtschloss im schlesischen Breslau wünschte der König sich ein eigenes Service. Hierfür schuf Meyer 1767 die Form Antikzierrat, die heute unter dem Namen ROCAILLE bekannt ist. Das Service für das Breslauer Stadtschloss zählt bis heute zu den elegantesten Dekoren der Porzellangeschichte. Der sommerliche Tisch des Monats im Hetjens ist mit einer Ausformung des Services um 1900 eingedeckt. Die Leihgaben aus Privatbesitz werden durch Stücke aus der Sammlung der KPM Berlin vervollständigt.
Ausstellung – Im Auge des Drachen – Keramik aus Vietnam und Thailand
28. April 2022 bis 28. August 2022 – verlängert bis 29. Januar 2023
In Südostasien, auch in Thailand und Vietnam, ist eine lange Keramiktradition mit ungewöhnlichen Formen zu beobachten. Bereits vor mehreren Hundert Jahren fertigten Töpfer Wächterfiguren wie Drachen für Tempelanlagen, kleine Architekturmodelle als Grabbeigabe oder Wasserkrüge aus jadegrünem Seladon, die Unterwassertieren nachempfunden waren. Besonders begehrt war die hohe Qualität dieser Seladone auch als Exportware. Zwar stark von der chinesischen Kunst beeinflusst, entwickelten sich in Thailand und Vietnam aber auch ganz eigene Motive, zum Teil als deutliche Abgrenzung, mit politischen und religiösen Hintergründen. Die Ausstellung zeigt einen Überblick über die Keramikproduktionen der beiden Länder und die Einflüsse aus dem benachbarten China.
Tisch des Monats: Was blüht denn da? – Krokus – Frühling – Jugendstil
9. April bis 29. Mai 2022
Mit dem Meissener Krokusservice der Brüder Konrad und Hans Rudolph Hentschel wird im Hetjens der Frühling eingeläutet.
Der ursprüngliche Entwurf für das Krokusservice war für ein Déjeuner, also ein Kaffee- bzw. Frühstücksservice für zwei Personen. Die Meissener Manufaktur schrieb 1896 einen Wettbewerb zur Schaffung eines „zeitgemäßen und billigen Déjeuners in Form und Dekor“ aus. Gewinner war der erst 24jährige Modelleur Konrad Hentschel.Sein Krokusservice wurde auf der Weltausstellung 1900 in Paris vorgestellt und erhielt große Beachtung und enormen Beifall. Der Erfolg war derart durchschlagend, dass 1902 das Speiseservice und 1904 ein Mocca- sowie ein Teeservice folgten. Damit zählt das Krokusservice zu den frühesten und bedeutendsten Jugendstilporzellanen.
Auf dem Tisch des Monats wird das Krokusservice mit Silber, Glas und Tischwäsche des Jugendstils – sämtlich Leihgaben aus Privatbesitz – präsentiert.
Oster-Special mit 200 Eierbechern
7. April bis zum 15. Mai 2022
Als OsterSpecial zeigt das Museum eine Sammlung aus 200 Eierbechern aus Düsseldorfer Privatbesitz. Der Eierbecher als praktisches Gefäß war lange Zeit ein Luxusgegenstand und Ausdruck gehobener Tischsitten. Kunstvoll inszeniert sind die ausgestellten Becher im Hetjens allesamt in Unterglasurblau dekoriert. Darunter finden sich einige der ältesten und beliebtesten Dekore: Zwiebelmuster, Strohblumenmuster oder Indisch Blau und auch das dänische Musselmalet. Die Porzellane bestechen in ihrer großen Anzahl vor allem auch durch den effektvollen Kontrast von leuchtendem Kobaltblau auf dem weißen Scherben. Vertreten sind bekannte und unbekanntere Manufakturen: Von Meissen und Royal Copenhagen über Rauenstein in Thüringen bis hin zu Gotha reicht die Auswahl.
Ausstellung – Dieter Nuhr: Reisezeit – Zeitreisen
15. März bis 31. Juli 2022 - Verlängert bis 18. September 2022
Während Dieter Nuhr bundesweit für seine höchst pointiert formulierten Beobachtungen zu Politik und Gesellschaft bekannt ist, agiert er als bildender Künstler fern der Bühne zurückhaltend und mit großer Sensibilität. Im Fokus seines künstlerischen Schaffens stehen Reisebilder, die neben Landschaften und Architekturen, Motiven des Alltags wie von reizvollen Oberflächen, die den Betrachtenden eine eindrückliche Begegnung vom Charakter des Reiseortes von Dieter Nuhr vermitteln.
Nun war Dieter Nuhr im Hetjens zu Gefäßen und Figuren seiner Reiseziele unterwegs. In der 8.000 Jahre Keramikgeschichte umfassenden Sammlung hat er Werke entdeckt, die sich seinen gesammelten Impressionen aus Südostasien, Spanien, Iran und Mexiko auf das trefflichste reflektieren. Die neuen Arbeiten Dieter Nuhrs zeigen die Keramiken des Hetjens vor Bildwelten ihrer Herkunftsorte. Auf diese Weise öffnen sich neue Blickachsen auf die Schätze der Sammlung des Deutschen Keramikmuseums in Düsseldorf.
Ausstellung – Im Tau des Morgens – Highlights japanischer Keramik aus 160 Jahren
09. September 2021 – 06. Februar 2022, verlängert bis 10. April 2022
Die Herstellung von Keramik wird in Japan besonders hoch angesehen. Anlässlich des 160-jährigen Jubiläums der deutsch-japanischen Freundschaft zeigt das Hetjens – Deutsches Keramikmuseum ausgewählte Exponate japanischer Keramikkunst aus drei Jahrhunderten, darunter Gefäßkeramiken aus der Sammlung Prof. Helmut Hentrichs.
Nach über 200 Jahren der Abschließung Japans ebnete die Wiederaufnahme der Handelsbeziehung mit dem Westen auch den Weg für einen bis dato nicht gekannten kulturellen Austausch. Vor allem die elfenbeinfarbenen Satsuma-Keramiken mit ihren prächtigen Malereien erregten auf den Weltausstellungen in Wien (1873) und Philadelphia (1876) großes Aufsehen und entwickelten sich zu wahren Exportschlagern.
Im 20. Jahrhundert dienten die Schöpfungen japanischer Studiokeramiker zahlreichen westlichen Kolleginnen und Kollegen als Inspiration. Hier gilt Kanjirō Kawai gilt als einer der wegweisenden Töpfer Japans, die während der mingei-Bewegung (民芸, wörtl. „Kunst des Volkes“) die traditionelle Volkskunst zu einer neuen Blüte getrieben hatten. Europäische Keramikerinnen und Keramiker orientierten sich in den kommenden Jahrzehnten und bis heute an der japanischen Ästhetik und den traditionsreichen Herstellungstechniken wie dem Raku-Brand.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Japanischen Generalkonsulats Düsseldorf und findet in Kooperation mit dem EKŌ-Haus, Düsseldorf statt.
Ausstellung – Krakauer Krippenkunst – Glanzvolle Weihnachtstradition
25. November 2021 bis 30. Januar 2022
An den bescheidenen Stall, in dem das Jesuskind neben Ochs und Esel in der Futterkrippe lag, erinnert bei den Krakauer Krippen so gut wie nichts. Sie sind farbenprächtige und goldverzierte Traumarchitekturen, die es mit jedem Märchenschloss aufnehmen können. Die Tradition entstand um 1800 in der historischen Hauptstadt Polens, die mit ihren zahlreichen Architekturdenkmälern eine unendliche Inspirationsquelle für die Krippenbauer liefert. In Kooperation mit dem Polnischen Institut Düsseldorf präsentiert das Hetjens historische und zeitgenössische Beispiele dieses faszinierenden Kunsthandwerks aus der Sammlung des Stadtmuseums Krakau.
Tisch des Monats – Dolce Vita am Rhein
ab 18. Juni 2021 bis 24.10.2021
Ob Dürer, Goethe oder Rudi Schuricke: die Italiensehnsucht scheint bei den Deutschen genetisch zu sein. Gondelfahrt im Mondschein, Sonnenuntergang bei Capri und Goldorangen, die im dunklen Laub glüh’n, sind feste Bestandteile der ewigen Sehnsucht nach dem Süden. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Italien eine eigene Art von glasierter Keramik, die als Majolika bezeichnet wird. Der Name leitet sich von der Insel Mallorca ab, von wo aus die spanischen Keramiken damals nach Italien importiert wurden.
Das Service auf dem sommerlichen Tisch des Monats wurde im Familienbetrieb Ubaldo Grazia in Deruta gefertigt. Deruta ist Mitglied der Vereinigung I borghi più belli d’Italia (Die schönsten Orte Italiens). In Deruta wird seit dem Mittelalter bis in unsere Zeit Keramik produziert, die noch immer größtenteils handbemalt ist. Die Familie Grazia stellt seit 1500 qualitätvolle Majoliken her. Auf der sahnig weißen Glasur kommen die intensiven Farben der Dekore besonders strahlend zur Geltung.
Das ausgestellte Service stammt aus den 1950er Jahren, als das Reisefieber in den Süden ausbrach und die Sehnsucht nach dem italienischen Dolce Vita für die Deutschen besonders groß war.
Ausstellung – Schweizer Schoki, Weißes Gold – Süßes und Zerbrechliches vom Zürichsee
5.11.2020 bis 21.2.2021 - verlängert bis 1. Mai 2022
Schweizer Schokolade ist weltberühmt – die Zürcher Porzellanmanufaktur hingegen ist nur wenigen Connaisseurs bekannt. Die Manufaktur produzierte während eines sehr kurzen Zeitraumes von 1763 bis 1790, wodurch ihre Erzeugnisse heute entsprechend rar und bei Sammlern äußerst begehrt sind. In der Schweiz sind vor allem zwei herausragende Privatsammlungen Zürcher Porzellans zu nennen, die einen Überblick über die Erzeugnisse der Manufaktur vermitteln. Zum einen handelt es sich um die Sammlung Dr. E. S. Kern in Horgen am Zürichsee sowie um die Sammlung des Chocolatiers Dr. Rudolph R. Sprüngli. Der Firmentradition entsprechend nehmen Schokoladenkannen und -tassen in der Sammlung Sprüngli einen besonderen Platz ein.
Ausstellung – Göttliche Welten – Glaubensbilder aus 4000 Jahren
08. Oktober 2020 bis 10. Januar 2021 - verlängert bis 1. August 2021
Religiöse Symbolik verleiht Gegenständen eine besondere Bedeutung, die oft nur Eingeweihte lesen können. Den Osmanen galt die Tulpe als Heiligste der Blumen, da sie direkt mit dem Namen Allahs verbunden ist. Bei den Zuni in New Mexico wird hingegen jeder Familie bis heute ein Tier zugeordnet, das seine positiven Eigenschaften auf die Mitglieder überträgt und sie mit den Ahnen verbindet. Im Daoimus waren Fledermäuse als Glückssymbole gerne gesehen, während Pfirsiche für ein langes Leben standen. In Kooperation mit den Düsseldorfer Dominikanern zeigt das Hetjens anhand von Keramikobjekten eine kultische und religiöse Menschheitsgeschichte von den Artefakten Mesopotamiens bis in die Gegenwart.
Extra – Eine blumige Zeitreise im Hetjens
2.–4. Juli 2021
Blumen in Barock, Renaissance, Jugendstil, Moderne
Anlässlich der IHK-Abschlussprüfung der Floristen präsentieren die Absolvent*innen ihre Werkstücke. Die Prüfungsarbeiten sind in den Fayenceräumen des Museums zu bestaunen.
Tisch des Monats – Ostertisch - "Wie aus dem Ei gepellt!"
Ab 18. März 2021
An Ostern wird nicht allein die Auferstehung Christi gefeiert, sondern auch das Wiedererwachen der Natur und die Rückkehr des Frühlings.
Nichts wird so sehr mit Ostern assoziiert wie das Ei: ist es doch bereits in der heidnischen Vorstellung das Symbol des Lebens und der Wiedergeburt.
Seit dem 17. Jahrhundert hat man in Deutschland Hühnereier bunt bemalt, um sie als Osterschmuck einzusetzen. Dieser Brauch stammt aus Russland und Armenien, wo dem Osterfest im orthodoxen Glauben eine größere Bedeutung zukommt als Weihnachten. Auch alle großen Porzellanmanufakturen haben Ostereier hergestellt und diese mit Frühlingsblumen, Tieren, Vögeln oder auch grafischen Mustern dekoriert.
Nicht nur an Ostern stellt sich die berühmte Frage, was zuerst da war: das Ei oder das Huhn? Seit etwa 1790 hat man die Hühner im englischen Staffordshire, aber auch in Manufakturen in Dresden und Thüringen produziert. Dieser ursprünglich aus China kommende Gefäßtyp war während des gesamten 19. Jahrhunderts überaus beliebt.
Kleinere Variationen kamen zur Aufbewahrung von Butter zum Einsatz und gaben dem Gefäß seinen deutschen Namen Butterhenne oder Butterhuhn.
Im Hetjens – Deutsches Keramikmuseum haben wir für Sie mit besonders schönen Exemplaren einen österlichen Tisch des Monats gestaltet.
Märchenhaftes Meissen – Traumwelten der DDR
28. November 2019 bis 1. März 2020 - VERLÄNGERT bis 10. Januar 2021
In den 1960er und 70er Jahren entwickelt das Künstlerkollektiv – Peter Strang (*1936), Heinz Werner (*1928) und Ludwig Zepner (1931–2010) – gänzlich neue Formen und Malereien für das Meissener Porzellan in der DDR. Auffallend viele Dekore und Malereien basieren thematisch auf Märchen und Erzählungen – also Sujets, die bewusst oder unbewusst unpolitisch angelegt sind. Hier begegnet der Betrachter den Helden aus 1001 Nacht, den Feen und Trollen aus Shakespeares »Sommernachtstraum«, dem Lügenbaron Münchhausen sowie Waldnymphen und lüsternen Jägern, die ihnen nachstellen. Hinzu kommen phantastisch wirkende Blumen und Bäume, die anmuten als kämen sie aus einer anderen Welt.
Ausstellung – Thomas Schütte. Keramik
30. Mai bis 23. August 2020 - verlängert bis 20. September 2020
Mit der Sonderausstellung präsentiert das Hetjens – Deutsches Keramikmuseum werkfrische Arbeiten des international hoch angesehenen deutschen Künstlers, dessen Oeuvre sich durch eine große Experimentierfreude und Vielseitigkeit auszeichnet. Das künstlerische Spektrum des Bildhauers und Zeichners Thomas Schütte variiert in Formensprache und Technik ebenso wie in der Wahl des Materials. Dabei reicht es von frühen Architekturmodellen und Papierarbeiten über figurative Kompositionen aus Keramik und Glas bis hin zu großformatigen Bronze-Skulpturen. Die jüngst entstandenen Arbeiten Schüttes, darunter überlebensgroße keramische Köpfe und Büsten, werden gemeinsam mit einer Auswahl weiterer Werkgruppen des Künstlers in einer eigens dafür konzipierten, temporären Architektur im Festsaal des Palais Nesselrode gezeigt.
"Geraubt, gefälscht und gierig gesammelt" – Ausstellung im Rahmen der Biennale düsseldorf photo +
12. März bis 26. April 2020 - VERLÄNGERT BIS 20. September 2020
Astrid Busch entwickelt für die Kurtine, Teil der ehemaligen Citadelle als Wehranlage Düsseldorfs und im Untergeschoss des Hetjens zu sehen, eine ortsspezifische Installation. Diese setzt sich mit den historischen Hintergründen sowie der Keramiksammlung auseinander. Es entstehen Fotografien, die Busch zu räumlichen Bildarrangements verdichtet, indem sie die Motive durch Videoprojektionen und Stoffdrucke in den Raum hinein erweitert. Die Kurtine ist dem französischen Wort "courtine“ für Vorhang abgeleitet und bildet die Grundlage für diese vielschichtige Intervention.
Rausch und Ritual – Weingenuss in der Antike
30.04.2020 – 02.08.2020 verlängert bis 13.09.2020 und online
Rauschzustände gelten in der Antike als Inspiration durch Dionysos, den Gott des Weines. So sorgten sie für angenehme Zerstreuung von den Alltagssorgen, konnten in den Menschen aber auch eine rohe, ungezügelte Natur entfesseln. Im Zentrum der Ausstellung steht das antike Trinkgelage, das eine geordnete Begegnung mit dem Rausch bis hin zur vollständigen Trunkenheit ermöglichte. Neben Gebeten und Opfern nahmen geistige und künstlerische Kommunikation einen wichtigen Platz ein und förderten die Entwicklung der antiken Dichtung und Philosophie.
Auch politisch waren solche Treffen in einer Gesellschaft, die ganz auf persönliche Beziehungen aufbaute, von zentraler Bedeutung. Ein rekonstruierter Gelageraum und eine digitale Animation laden die Besucher ein, Zeugen eines solchen Gelages zu werden. Dies führt sie nicht nur mitten hinein in die antike Gesellschaft, sondern auch zu den eigenen kulturellen Wurzeln
Tisch des Monats – Glück auf 2020! Schwarzes Gold – Weißes Gold
Januar-März 2020
Glück auf! So klingt seit Jahrhunderten der traditionelle Gruß der Bergleute. Nicht allein das nordrhein-westfälische Ruhrgebiet ist als Bergbauregion bekannt. Eine ebenso geschichtsträchtige Tradition hat der Bergbau im sächsischen Erzgebirge. Neben dem Silbererz, das Sachsen seit dem 15. Jahrhundert großen Reichtum bescherte, wurde auch das zur Porzellanherstellung notwendige Kaolin (Porzellanerde) abgebaut. Ebenso fanden sich reiche Cobaltvorkommen – jener Grundstoff für das aus der Porzellanmalerei nicht wegzudenkende Kobaltblau. Aufgrund dieser bedeutsamen Geschichte finden sich bereits seit den 1740er Jahren Darstellungen des Bergbaus im Meissener Porzellan. Neben in feinster Malerei ausgeführten Bergmannsszenen auf Gefäßen sind die dreidimensionalen Figuren der Steiger und Berghauptmänner besonders eindrucksvoll. Ihre prachtvollen Uniformen mit goldenen Tressen und Knöpfen vermitteln ein Bild vom Wohlstand, den der Bergbau gebracht hat. Rund 30 bergmännische Porzellane werden als Dauerleihgabe der Stiftung van Meeteren im Hetjens erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Luxus, Liebe, Blaue Schwerter – Faszination Rokoko
21. September 2019 bis 19. Januar 2020 - VERLÄNGERT BIS 1. MÄRZ 2020
Keine Epoche wird derart mit Luxus und Raffinesse verbunden wie das 18. Jahrhundert. Im Rokoko wird das Interieur als Gesamtkunstwerk angesehen. Dessen einzelne Elemente sollen sich in ihrer Wirkung gegenseitig steigern, um auf diese Weise einen Gesamteindruck von größter Eleganz zu erzielen.
Frankreich mit dem Hof in Versailles war zu dieser Zeit für ganz Europa stilbildend. In der Hauptstadt Paris offerierten die »marchands merciers«, die Luxuswarenhändler, Kunstwerke, die weit über die Landesgrenzen hinaus Begehrlichkeiten weckten. Ganz besonders im Werkstoff Porzellan haben diese Kleinode Ausdruck gefunden.
In einer Inszenierung mit historischen Möbeln und Gemälden werden im Großen Saal des Palais Nesselrode die schönsten Kostbarkeiten dieser Epoche aus Privatsammlungen präsentiert.
Blumen, Liebe, Pure Schönheit – Faszination Naturgestaltung
21. und 22. September 2019
Anlässlich der großen Rokoko-Ausstellung im Hetjens – Deutsches Keramikmuseum präsentieren namhafte Floraldesigner aus Düsseldorf und Umgebung die pure Schönheit der leidenschaftlichen Blumenliebe.
Die 8000 Jahre umfassende Sammlung des Hetjens bietet einen Formenschatz der Geschichte der Blumenkunst, der sich diese besondere Schau der hervorragendsten Düsseldorfer und Neusser Blumendesigner widmet. Inspiration durch die Liebe zur Natur und der Umgang mit Blumen in zeitgerechten Formen sind hier ein besonderes Anliegen der Kunst der Floristen.
Konzeption und Idee: Susanne Schmitt, Blumenhaus am Hofgarten
Manfred Hoffmann, A la Casa del Fiore
Tisch des Monats – Frühling an der Kö
12. April bis 9. Juli 2019
Tafelkultur auf höchstem Niveau hat im Porzellanhaus Franzen an der Düsseldorfer Königsallee seit fast 200 Jahren Tradition. Daher ist es eine besondere Freude, dass Marietta Franzen gemeinsam mit Modedesigner Jörg Ehrlich (Odeeh) den Tisch des Monats im Hetjens inszenieren wird. Inspiriert durch die Blumen des Frühlings und das frische Grün der Bäume wird die festliche Tafel zum heiteren Farbenrausch.
Wechselwirkungen – Meister und Gesellen des Bauhauses zwischen Werkstatt und Industrie
17. Februar bis 12. Mai 2019 - verlängert bis 30. Juni 2019
Unweit von Weimar richtete der Bildhauer Gerhard Marcks in Dornburg a. d. Saale mit Hilfe des Thüringer Töpfermeisters Max Krehan 1920 die Keramikwerkstatt des Staatlichen Bauhauses ein. Hier entstanden ganz im Sinne von Walter Gropius Entwürfe für die Industrie in einem seriellen Gieß- und Modulverfahren. Das Keramikdesign des 20. Jahrhunderts wurde maßgeblich durch die am Bauhaus entwickelten ästhetischen wie funktionalen Gefäße geprägt.
Zahlreiche Keramikkünstler, wie beispielsweise Eva Stricker-Zeisel, ließen sich von Theodor Bogler, Otto Lindig oder Werner Burri inspirieren. Die gewagten Farbkombinationen der Objekte aus den 1920er Jahren wirken bis heute überaus modern und spiegeln die Aufbruchsstimmung einer ganzen Generation nach dem ersten Weltkrieg wider, als alles verloren und gerade deswegen nichts unmöglich schien.
Tisch des Monats – Weihnachten
Schneeflöckchen, Goldröckchen…
29. November 2018 bis 13. Januar 2019
Zur Weihnachtszeit wird es im Hetjens besonders festlich. Auf dem Tisch des Monats tritt die Porzellanfarbe Weiß in einen Dialog mit prächtigem Gold. Dabei lässt das Rosenthal-Service Sanssouci die Eleganz des Friderizianischen Rokoko wieder erwachen. Für den 1894 entworfenen Reliefdekor ließ sich der Modelleur Karl Bayreuther durch die Stuckdecken der Residenz Friedrichs des Großen inspirieren. Edle Kristallgläser der Manufakturen Saint Louis, Moser und Theresienthal bringen die Weihnachtstafel zum Funkeln
Tisch des Monats – Halali und Waidmannsheil! – Das Wächtersbacher „Jagdservice“
27. November 2018 bis 13. Januar 2019 - verlängert bis 20. Januar 2019
Kaninchen, Rehe, Wildschweine und Hirsche tummeln sich auf den Tellern des Wächtersbacher „Jagdservices“, das um 1910 entstanden ist. Im Jahr 1832 im hessischen Brachttal-Schlierbach von den Fürsten zu Ysenburg und Büdingen gegründet, erreichte die Steingutfabrik Wächtersbach ihren künstlerischen Höhepunkt im Historismus und Jugendstil. Die Gründung einer Kunstkeramischen Abteilung unter Christian Neureuther 1903 schuf hierfür die Voraussetzungen, und die Firma nahm erfolgreich an den Ausstellungen der nahegelegenen Darmstädter Künstlerkolonie teil. Neureuther konnte namhafte Künstler und Künstlerinnen gewinnen, darunter auch Carl Bull, akademischer Bildhauer, Fotograf und Modelleur. Der wachsende Wohlstand der Haushalte erlaubte es Anfang des 20. Jhs. zunehmend Wert auf eine elegante Tischkultur für spezielle Anlässe und Speisen, wie beispielsweise Wildgerichte, zu legen. Carl Bull spezialisierte sich in Wächtersbach auf Tierfiguren und entwarf das Jagdservice, um diese nicht alltäglichen Gerichte stilvoll „auf den Tisch“ zu bringen.
Zum Heulen schön! Meissener Zwiebelmuster in seiner ganzen Vielfalt (1730 bis 1888)
24.10.2018 bis 17. März 2019
Das Hetjens wird die Chance haben, die wohl weltweit größte Privatsammlung Meissener Zwiebelmuster erstmalig in einer Sonderausstellung zu präsentieren. Die einmalige Sammlung umfasst rund 2.500 Objekte und gibt einen vollständigen Überblick zur Geschichte des berühmten Dekors. Der unglaubliche Reichtum der Stücke lässt vermuten, dass in Meissen nahezu alle Formen – von der Untertasse bis zum Kronleuchter – mit dem beliebten Zwiebelmuster dekoriert worden sind.
Schon August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, liebte die unterglasurblaue Malerei, die er als Königsfarbe schlechthin, als Bleu Royal ansah. Er bezeichnete die königliche Farbe in schönstem Sächsisch als »Rohadabläh«. Bis heute gehört das Zwiebelmuster zu den bekanntesten und erfolgreichsten Porzellandekoren überhaupt.
Aufbruch zu neuen Malgründen – Malerei des fränkischen Barock auf Glas und Glasur
4. Juli bis 27. Oktober 2019
Im deutschen Sprachraum erblühte im 17. und 18. Jahrhundert eine erstaunliche Vielfalt der Malerei auf Glas und Keramik. Beginnend mit der Glaskunst ermöglichten vor allem die Schmelzfarbendekore aus Email eine reiche Palette zur farblichen, figürlichen und szenischen Gestaltung, die bald auch auf Steinzeuge und Fayencen übertragen wurde. Letztere boten mit ihrem weißen Fond einen idealen Malgrund, der insbesondere von freischaffenden Künstlern, sogenannten Hausmalern, erfindungsreich gestaltet wurde. Darunter gab es viele, wie etwa Johann Schaper und Abraham Helmhack aus Nürnberg, die ursprünglich selbst als Glasmaler tätig waren.
Der „Aufbruch zu neuen Malgründen“ erfolgt in den Hütten, Werkstätten und schließlich Manufakturen nicht ohne gegenseitige Inspiration der Glasmacher, Hafner, Glasierer und Maler. Durch deren Wandertätigkeit, wie auch die Exporte der Waren selbst, verbreiteten sich entsprechende Motive und Techniken im ganzen deutschsprachigen Raum. Eine qualitätvolle Auswahl, insbesondere der Apostel- und Kurfürstendarstellungen illustriert sowohl die Inspiration durch bekannte Glasdekore aus Böhmen oder dem bayrischen Wald, wie auch die deutliche wechselseitige Beeinflussung zwischen fränkischen Emailgläsern und Creußener Steinzeugen
Extra – Bertozzi & Casoni „Brillo Box con pappagalli“
30. Januar bis 24. März 2019
Das Hetjens freut sich, die großformatige Skulptur „Brillo Box con pappagalli“ des italienischen Bildhauer-Duos „Bertozzi & Casoni“ präsentieren zu können.
Das Künstlerduo wurde 1980 von Giampaolo Bertozzi (*1957 in Borgo Tossignano) und Stefano Dal Monte Casoni (*1961 in Lugo di Romagna) in Imola gegründet. Sie studierten am renommierten Istituto Statale d´Arte per la Ceramica di Faenza und an der Accademia di Belle Arti di Bologna in Bologna. Seit mehr als 35 Jahren konzentrieren sich die beiden Künstler auf ihr bevorzugtes Material Keramik und arbeiten im italienischen Imola.
Alle Farben Chinas! – Glasurenvielfalt aus über 1000 Jahren
20. September 2018 bis 30. April 2019
In der Gedankenwelt des Alten Chinas besaßen Farben eine wichtige Symbolfunktion. Sie wurden Elementen, Energien, kosmischen Zyklen und Dynastien zugeordnet, was in der Keramikkunst Glasuren und Schmelzfarbendekore beeinflusste.
Es werden Stücke aus fünf Kaiserdynastien und verschiedenen regionalen Produktionszentren vorgestellt, von denen viele einen derart hohen Grad an technischer Perfektion und modern wirkender, puristischer Ästhetik besitzen, dass kaum zu glauben ist, dass es sich um Jahrhunderte alte Handwerkskunst handelt. Weitere Schwerpunkte der Ausstellung sind bichrome und polychrome Porzellane der Ming- und Qing-Dynastien, die am kaiserlichen Hof für Staatsrituale und als Bankettgeschirre verwendet wurden.
Unsere Exponate stammen zum Teil aus dem Bestand des Hetjens, außerdem aus bedeutenden deutschen Privatsammlungen. Die Sonderausstellung „Alle Farben Chinas!“ wird temporär in die neu konzipierte Dauerausstellung integriert, die gleichzeitig eröffnet wird und ab sofort langfristig durch Leihgaben der Stiftung Hauk ergänzt wird
In Frauenhand – Keramik aus Westafrika
28. Juni bis 21. Oktober 2018
Das westliche Afrika blickt auf eine lange Geschichte der Menschheit sowie deren Kultur zurück und ist bis heute ein Schmelztiegel verschiedener Ethnien. Gemeinsam ist allen die Ausübung des Töpferhandwerks, das von Generation zu Generation fast ausnahmslos von Frauen weitergegeben wird. Die Keramik begleitet sie ihr ganzes Leben lang und über den Tod hinaus: In der Region Ashanti beispielsweise werden Seelengefäße für die Verstorbenen königlicher Familien angefertigt und bei den Dakakari wachen Tonplastiken in Form von Mischwesen aus Elefant und Fledermaus an den Gräbern. Die Ausstellung zeigt sowohl Objekte des traditionellen Ahnenkultes als auch Keramiken für den täglichen Gebrauch, wie Gefäße für Palmwein, selbstgebrautes Bier oder Honig.
Tisch des Monats – Black & White – Teatime in Wonderland
21. April bis 22. Juli 2018
Anlässlich der Ausstellung »Black & White. Von Dürer bis Eliasson« im Museum Kunstpalast wird das Hetjens den Tisch des Monats im Frühling 2018 in Schwarz-Weiß inszenieren. Auf dem Tisch werden Porzellane präsentiert, die mit Schwarz-Weiß-Zeichnungen des Londoner Künstlers und Designers Rory Dobner dekoriert sind. Dobner arbeitete als Filmkulissenbauer für »Harry Potter« und »Charlie und die Schokoladenfabrik«. Es verwundert daher nicht, dass auch seine Porzellandekore wie Eindrücke aus traumhaften Fantasiewelten anmuten.
Entsprechend ist der Tisch im Hetjens im Stil einer Teatime, wie man sie aus englischen Märchen kennt, inszeniert.
Garantiert stubenrein! Möpse aus Meissener Porzellan und ihre Freunde
24. Februar bis 3. Juni 2018
Der Mops gehört zu den zehn beliebtesten Hunderassen. Vor über 2000 Jahren wurde er in China gezüchtet und war zunächst dem Kaiser vorbehalten bis einige Vierbeiner aus der Verbotenen Stadt entführt wurden. Über Holland und England wurde der Mops im 18. Jahrhundert zum treuen Begleiter der höfischen Damen in ganz Europa. In jüngster Zeit erlebt der Mops eine Renaissance und die Liste seiner prominenten Liebhaber scheint endlos.
Das Meissener Porzellan hat dem Mops Unsterblichkeit geschenkt. Im Hetjens werden mehr als 60 Variationen des Mops in Porzellan präsentiert: vom Anhänger für verspielte Armbändchen über Hunde, die auf voluminösen Reifröcken der Damen des Rokoko platzgenommen haben, bis hin zu lebensgroßen Porzellanmöpsen.
Liebe mich wie ich dich – Botschaften auf Keramik
16. November 2017 bis 4. März 2018
Bereits seit der Jungsteinzeit hatten Menschen das Bedürfnis Erfahrungen und Erlebnisse zu bewahren. Geschah dies anfänglich durch mündliche Tradierung von Generation zu Generation, zeigen bereits Höhlenmalereien, dass dies auch auf anderen Wegen vermittelt wurde. Die Sumerer, ein Volk, das im Gebiet des heutigen Iraks lebte, entwickelten bereits um 3200 v. Chr. eine Schrift, die ihnen bei der Verwaltung von Einnahmen und Ausgaben helfen sollte. Deren Keilschrift ist vor allem auf Tontafeln überliefert und zeigt, dass bereits in den Anfängen der Schrift dieses Material Anwendung fand. Keramiken mit Inschriften aus verschiedenen Epochen und Ländern zeigen die Vielfältigkeit der Botschaften und ihrer Schriftarten und verweisen auf die wichtige Bedeutung von Keramik als Schriftträger.
Märchenwald – Leiko Ikemura
04. November 2017 bis 25. Februar 2018
Geheimnisvolle Szenen entspinnen sich in einer dunklen Märchenlandschaft. Sieben großformatige Terrakotta-Skulpturen der japanisch-schweizerischen Künstlerin werden kombiniert mit einer Film- und Toninstallation präsentiert. Der Besucher trifft im abgedunkelten Raum auf diese Keramikarbeiten, die insbesondere durch ihre fast schwarzglänzende Metallglasur den Blick des Betrachters auf die Oberflächen lenken. Dargestellt sind mädchenhafte Figuren, in fast tänzerischer Bewegung emporgehoben. Die Verortung der Szenen ist rätselhaft wie auch die Werke selbst. Wie aus einer Skizze der Künstlerin heraus entwickeln sie sich vor dem Betrachter.
Extra – GABRIELE HENKEL: Stillleben – Porzellan und Aquarelle
29. September 2017 bis 19. November 2017
Frau Prof. Gabriele Henkel, Künstlerin, Autorin und Honorarprofessorin, verwandelte den Festsaal des Palais Nesselrode in einen Ort der Begegnung zwischen ihrer Malerei und ausgewählten Objekten aus der Sammlung des Hetjens.
In den letzten drei Jahrzehnten entstand ein umfassendes Werk von Aquarellen, die die Künstlerin an Meeresküsten schuf. Diese, nur engen Freunden bekannte Arbeiten, werden im Hetjens erstmals einem größeren Publikum vorgestellt. Eine persönliche Auswahl von Aquarellen tritt in leuchtender Farbigkeit in einen Dialog mit weißer Porzellankunst des 20. und 21. Jahrhundert
Extra – Apulia Incognita – auf Spurensuche in Süditalien
13. Juli bis 22. Oktober 2017
Apulien lag in der Antike strategisch günstig an einer wichtigen maritimen Handelsroute zwischen dem adriatischen und ionischen Meer. Die fruchtbare Landschaft mit über 800 km Küstenlinie wurde seit Jahrtausenden besiedelt
Die Abstammung der frühen Bewohner ist in der Wissenschaft aufgrund fehlender schriftlicher Aufzeichnungen noch nicht endgültig geklärt. Erst die Griechen, die dort im 8. Jahrhundert v. Chr. Kolonien gründeten, mutmaßten über deren Herkunft und mythologischen Ursprung auf der griechischen Insel Kreta oder die Einwanderung aus Illyrien, jenseits der adriatischen Küste. Sie nannten sie je nach Siedlungsgebiet Illyrer, Daunier, Peuketier und Messapier.
Zahlreiche archäologische Funde stammen aus Gräbern, wobei die in beachtlicher Qualität und Anzahl erhaltenen keramischen Artefakte einen besonderen Stellenwert einnehmen. Geometrische Muster ab dem 8. Jahrhundert und in der Folge figürliche Darstellungen an flachen Trinkschalen mit lang gezogenen Henkeln zierten die typischen Formen. Einzelne Gefäße, vor allem die weit ausladende Olla, wurden bis zur endgültigen Eroberung durch die Römer im 1. Jahrhundert v. Chr. herkömmlich mit der Hand geformt und nicht auf der längst gebräuchlichen Töpferscheibe gefertigt – wohl ein bewusster Umgang mit eigenen Traditionen.
Mit den griechischen Einwanderern kamen aber auch technische Neuerungen in die lokalen Werkstätten: Die apulisch rotfigurige Keramik, die mit feinem Pinselstrich und mythologischen Szenen bemalt ist, orientierte sich an griechischen Vorbildern und die Gnathiakeramik zeigt auf dunklem Grund leuchtende Szenen in kontrastreichen Farben.
Die private Sammlung daunisch-messapischer Keramik des Galeristen Norbert Blaeser, über 40 Jahre sorgfältig zusammengetragen, ist im Hetjens zum ersten Mal ausgestellt und zeigt faszinierende Artefakte der jahrtausendealten Zivilisation Süditaliens.
Projekt – Markus Karstieß – Turning to speak
13. Juli bis 22. Oktober 2017
Die antike Keramik der Daunier stammt aus Apulien in Süditalien. Sie spiegelt mit archaischen Mustern und geheimnisvollen Figuren eine tiefe Verbundenheit mit der Erde und dem Wasser wieder. Die Keramiken, damals im täglichen Gebrauch, stehen nun entrückt in Museen und Sammlungen auf der ganzen Welt. In seinem Projekt setzt Markus Karstieß die daunischen Keramiken durch ergänzende Skulpturen in einen Kontext, der ihre poetische Kraft wieder sichtbar und zugängig macht. Über 2500 Jahre liegen zwischen den Artefakten, hergestellt aus noch weitaus älterem Ton. Doch die Zeitgenossenschaft der Objekte mutet ungebrochen und lässt in der Vorstellung deren Ursprung in einer fernen Zukunft zu, über die wir genau so wenig zu wissen scheinen, wie über die Vergangenheit.
Tisch des Monats – Pique-Nique Tropical avec Hermès Toucans
15. Juni bis 27. August 2017
Hermès ist für luxuriöse Mode und Interieurs weltbekannt. Unternehmensgründer Thierry Hermès kam 1801 in Krefeld zur Welt und eröffnete 1837 in Paris sein erstes Geschäft. Neben feinen Lederwaren und Textilien wird seit den 1980er Jahren auch Porzellan entworfen. Eines der beliebtesten Service ist der Dekor „Toucans“, der mit farbenprächtigen exotischen Vögeln und Blumen sommerliche Lebensfreude ausstrahlt. Das Hetjens präsentiert das Luxus-Porzellan im Rahmen eines tropischen Picknicks.
Matthias Wollgast: The Age of Neptune
11. März bis 18. Juni 2017
Matthias Wollgast inszeniert das Leben und Werk des Künstlers Jan Usinger: 2012 förderten Mitarbeiter des Kunsthistorischen Instituts Bonn einen Koffer mit dem vergessenen Werk des Künstlers Jan Usinger (1916–1984) zutage. Dessen Collagen wurden 1978 im Kunsthistorischen Institut Bonn gezeigt, verschwanden danach aber bis vor wenigen Jahren von der Bildfläche. Keramische Gefäße, mythologische Szenen und Skulpturen stellte Usinger systematisch Modellen aus Zeitschriften, insbesondere Miedern und Bademoden, gegenüber.
Im Museumsarchiv stieß der Düsseldorfer Künstler Matthias Wollgast nun auf das Konvolut und erkannte Parallelen zum eigenen Werk. Im Hetjens präsentiert er seine Arbeiten im Dialog mit Werken des über weite Strecken unbeachteten Kollegen.
Mit freundlicher Unterstützung der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf, der Dr. Günter Lontzen-Stiftung und des Freundeskreises des Hetjens
Yvonne Roeb: BESTIARIUM
11. Februar bis 30. April 2017
Ob Elefanten, Löwen, Basilisken oder Einhörner: Exotische und fantastische Wesen bevölkerten die Seiten mittelalterlicher Bestiarien. Die Künstlerin Yvonne Roeb nimmt diese Erzähltradition als Ausgangspunkt und richtet mit neu geschaffenen Keramikarbeiten ein begehbares Bestiarium ein. Ihre plastischen Arbeiten zeigen zunächst scheinbar Bekanntes, das durch Details und Verschmelzungen neue Assoziationsebenen öffnet: Naturrealismus paart sich mit traumhaft-fantastischen Elementen. Die Wesen, welche die Kammer bevölkern, ähneln ausgestorbenen oder unbekannten Tierarten. Roeb schafft ihnen einen Lebens- und Wirkungsraum, lässt ihre »Bestien« in der eigenen hermetisch abgeriegelten Welt tummeln.
»We built this City … Stadt aus Ton« und »WALK – TALK – WRITE«
Projekt 11. Januar bis 1. Februar 2017
Schüler der Internationalen Förderklassen am Düsseldorfer Franz-Jürgens-Berufskolleg gestalteten in dem Projekt »We built this City« eine Stadt aus Ton und belebten sie mit einer Montage aus Geräuschen und Stimmen. Das Kunstvermittlungsprojekt wird durchgeführt von dem Künstler Haure Madjid und der Autorin Anne Schülke.
In der zweiten Aktion »WALK – TALK – WRITE« haben sich die Schülerinnen und Schüler von den Museumsexponaten inspirieren lassen und sehr persönliche Texte verfasst.
Die Museumsbesucher können ihren Pfaden folgen und so die Bedeutung der Objekte für die Jugendlichen aufspüren. Dieses Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Hetjens.
Beide Projekte wurden von der Landeshauptstadt Düsseldorf gefördert.
Russische Brautschätze – Das Porzellan der Großfürstinnen
1. Dezember 2016 bis 2. April 2017
Im 19. Jahrhundert waren die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland sehr eng. Einige Zarentöchter wie etwa die Schwestern Olga und Alexandra Nikolajewna Romanowa wurden mit den Erben deutscher Fürstenhäuser verheiratet. Zu den millionenschweren Mitgiften gehörte neben den baren Silberrubeln stets auch prachtvolles Porzellan aus der Kaiserlichen Manufaktur St. Petersburg. Auf hundert oder mehr Gedecke ausgelegt umfassten diese Service nicht weniger als 1.000 Einzelteile.
Das Porzellan erfüllte insbesondere auch die diplomatische Funktion, einen überwältigenden Eindruck von der Pracht und dem Repräsentationsanspruch des russischen Zarenhofes in der neuen Heimat seiner Besitzerin zu vermitteln.
Sommer-Extra – Wilde Kreaturen – Dschungelcamp im Hetjens
7. Juli bis 21. August 2016
Die ursprünglich für das Porzellan-Palais der Leipziger Messe entstandenen Großtiere werden im Hetjens in einer neuen Inszenierung präsentiert. Die Modelle waren 1921 eine Sensation, da sich seit den zum Teil lebensgroßen Tieren, die die Meissener Manufaktur für die Porzellan-Menagerie Augusts des Starken geschaffen hatte, kein Künstler an Porzellanplastiken dieses Formats versucht hatte.
Für die Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur handelte es sich um ein Prestigeprojekt, da das Brennen von Porzellanobjekten dieser Größe auch nach 200 Jahren Porzellanherstellung in Deutschland durchaus noch eine technische Herausforderung war.
Die Bildhauer Hugo Meisel und Artur Storch haben die Modelle für insgesamt 16 oft grotesk anmutende Großtiere gefertigt. Durch die nur sparsam aufgebrachte Staffierung werden die expressiv bewegten Oberflächen betont. Zur Sammlung des Hetjens gehören acht Exemplare, die während des Sommers 2016 in ungewohnter Umgebung zu sehen sind.
Tönerne Schätze der Anden – Keramik der Inka und ihrer Vorgänger
11. Juni bis 3. Oktober 2016
Als der spanische Konquistador Francisco Pizarro 1532 mit seiner Besatzung Peru erreichte, traf er auf eine geheimnisvolle Hochkultur – die Inka. Sie verehrten den Sonnengott Inti und Raubtiergottheiten, schufen beeindruckende Bauwerke wie die Bergstadt Machu Picchu und die Hauptstadt Cuzco.
Erschienen die Inka Pizarro wie die uralten Machthaber der Andenregion, war ihr Imperium in Wahrheit kaum älter als 100 Jahre. Erst im 15. Jahrhundert hatten sie entlang der Anden zahlreiche Kulturen von Kolumbien bis Chile unter ihre Herrschaft gebracht. Jahrtausende Jahre individueller Entwicklung gingen nun in dem gewaltigen Inkareich auf. Eng miteinander vernetzt und dennoch von regionalen Unterschieden geprägt, stellten die Kulturen der Andenregion beeindruckende Kunstwerke aus Gold, Textilien und Keramik her.
Ob als Porträtdarstellung, Opfergefäß oder Kinderrassel: Keramik war als Ritual- und Alltagsgegenstand der südamerikanischen Kulturen allgegenwärtig. Sie gibt Aufschluss über Schamanenkult und Essgewohnheiten, bezeugt Hierarchien und Grablege. Die Ausstellung zeigt außergewöhnliche Stücke der Inka-Kultur und ihrer Vorläufer sowie Leihgaben aus Privatbesitz, die zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Glück auf! Der Bergbau und das Weiße Gold – Die Sammlung Middelschulte
17. April bis 7. August 2016
Das Ruhrgebiet mit seiner großen Bergbau-Tradition und der verarbeiteten Industrie war eine Pulsader der deutschen Wirtschaft im 20. Jahrhundert. Düsseldorf wurde als Schreibtisch der großen Energie-Unternehmen und des verarbeitenden Gewerbes wahrgenommen. Diese Zeit hat Dr.-Ing. e.h. Achim Middelschulte geprägt, der von der Pieke auf beruflich dem Bergbau verbunden war. Das besondere Interesse des Bergassessors in der dritten Familiengeneration weckte das erste europäische Porzellan aus Meißen.
Denn es waren die Kenntnisse aus dem sächsischen Berg- und Hüttenwesen, die den weit über 900-jährigen Vorsprung Chinas bei der Porzellanherstellung endlich stoppten: August der Starke, König von Polen und Kurfürst von Sachsen, hatte dem talentierten Alchemisten und Apothekerlehrling Johann Friedrich Böttger den Naturforscher Ehrenfried Walther von Tschirnhaus, den Oberberg-Hauptmann Abraham von Schönberg sowie den sächsischen Bergrat Gottfried Pabst von Ohain bei der Forschung mit Kaolinerde zur Seite gestellt. Die Nacherfindung des Porzellans gelang den Experten 1708, so dass August der Starke, der sich selbst einst eine „maladie de porcelaine“ (Porzellansucht) attestierte, zwei Jahre später die erste und heute noch berühmteste europäische Porzellanmanufaktur in Meißen gründete.
Das Hetjens-Museum – Deutsches Keramikmuseum zeigt mit der Sammlung Middelschulte die weltweit bedeutendste Sammlung an Bergmanns-Porzellan aus dem 18. Jahrhundert.
2015
Große Sonderausstellungen
Kangxi
Porzellanschätze für den Kaiserhof und Europas Fürsten (Katalog)
Studioausstellungen
CHINA CONTEMPORARY
Zeitgenössische Keramik von Fontana bis Uecker
Neuerwerbungen der Stiftung Lontzen (Begleitheft)
Pink Porcelain!
Porzellanmalerei von Rosa bis Purpur (Begleitheft)
2014
Große Sonderausstellungen
Ton. Ein Aufruf
Plastik und Baukeramik 1910–1930
– Im Rahmen der Quadriennale 2014 – (Katalog)
Studioausstellungen
Taxile Doat – Meister des »Grand Feu«
Die Sammlung Gerda Fedder (Faltblatt)
Resonanz
Institut für Künstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz (Faltblatt)
2013
Große Sonderausstellungen
Königliche Eleganz, preußische Pracht
250 Jahre Berliner Porzellan-Manufaktur (Beiheft)
Schöner trinken. Siegburger Steinzeug als Schmuck der Tafel (Faltblatt)
Studioausstellungen
In Meißener Manier – Berliner Porzellan der Manufaktur Wegely (Faltblatt)
Kähler Keramik. Jugendstil und Art Déco in Dänemark (Katalog)
2012
Große Sonderausstellungen
Magie von Licht und Schatten
Leuchtende Bildwelten in Porzellan (Faltblatt und Katalog)
Studioausstellungen
Missgeschicke – Produktionsfehler und ihre Ursachen (Faltblatt)
Martin McWilliam – Das Gefäß und sein Bild (Faltblatt)
clay display
Eine Kooperation von Produkt- und Kommunikationsdesign der Hochschule Niederrhein in Krefeld (Faltblatt)
2011
Große Sonderausstellungen
Farbenfreude und Formenspiel
Fayencen des Barock (Faltblatt)
Ettore Sottsass – Keramik (Katalog)
Studioausstellungen
Musterküche
Forum zeitgenössische Keramik, Halle (Katalog)
Japanische Keramik
Zwischen Tradition und Moderne (Faltblatt)
Schmuckstücke – Adaptions of Sottsass (Faltblatt)
2010
Große Sonderausstellungen
Ungarische Seele und orientalischer Glanz
Die Manufaktur Zsolnay, Pécs (Faltblatt)
Studioausstellungen
Antje Wiewinner – Verborgene Räume (Faltblatt)
Richard-Bampi-Preis 2010 (Katalog)
Tempel, Burgen & Paläste
Architektur auf Keramik (Faltblatt)
Bringen Scherben Glück?
Neue Funde der Düsseldorfer Stadtarchäologie (Begleitheft)
2009
Große Sonderausstellungen
Gastspiel
Foto- und Videokünstler im Hetjens-Museum (Katalog)
Faszination des Fremden
China – Japan – Europa (Katalog)
Studioausstellungen
Keramische Visionen
Designstudien aus Krefeld (Faltblatt)
Keramik im Kleinformat: Medaillen und Reliefs (Faltblatt)
Zeitgeist
Künstlerkeramik von Asshoff bis Zauli (Faltblatt)
2008
Große Sonderausstellungen
Max Laeugers Arkadien
Keramik – Architektur – Gärten (Katalog)
Welcome London
Meisterwerke aus dem Victoria & Albert Museum (Katalog)
Studioausstellungen
Lieblingsstücke – Museumsfreunde öffnen ihre Schränke
Ausstellung zum 50jährigen Bestehen des Freundeskreises (Faltblatt)
Winkel und Linie – Kyra Spieker (Faltblatt)
Zeus, Venus und die Folgen
Rezeption antiker Mythen in der Angewandten Kunst (Faltblatt)
2007
Große Sonderausstellungen
Otto Piene – Verwandlung
Das keramisches Werk des Künstlers Otto Piene (Katalog)
Erwachende Natur
Japanische Blumenkust in Meisterwerken des Hetjens-Museums (Faltblatt)
Studioausstellungen
Tegels – Niederländische Fliesen aus zwei Jahrhunderten
Sammlung Ebert, Mettmann
Keramik aus der Südsee
Sammlung Reiter, Berlin (Faltblatt)
2006
Große Sonderausstellungen
Imitationen – Irritationen – Illusionen
Keramik als Augentäuscher (Faltblatt)
Europäische Tierplastik des Jugendstils und Art Déco
Meisterwerke aus der Sammlung Gerhard P. Woeckel (Faltblatt)
Studioausstellungen
Christine Atmer de Reig (Faltblatt)
Cor Unum
Architekten und Designer entwerfen Keramik (Faltblatt)
Rita Ternes und Thomas Naethe
Gedrehte Kompositionen – Gefaltete Flächen (Faltblatt)
2005
Große Sonderausstellungen
Meisterwerke deutscher Fayencekunst
Die Sammlung des Hetjens-Museums Düsseldorf zu Gast im Schloss Friedenstein, Gotha (Faltblatt)
Porzellan Parforce
Jagdliches Meissener Porzellan des 18. Jh. präsentiert im Schloss Benrath (Katalog)
Japan und Jugendstil. Vermächtnis Helmut Hentrich (Faltblatt)
Studioausstellungen
Hauchdünn. Eierschalenporzellan aus Rozenburg 1900–1914 (Faltblatt)
Khaled Ben Slimane, Tunesien (Faltblatt)
Gilbert Portanier, Frankreich
Eine Sammlung aus dem Freundeskreis (Faltblatt)
2004
Große Sonderausstellungen
Meisterwerke deutscher Fayence aus dem Hetjens-Museum in Schloss Kuskovo, Moskau (Faltblatt)
Gothaer Porzellan aus Thüringer Residenzen (Katalog des Gothaer Museums)
Norwegen heute – keramisch (Faltblatt)
Studioausstellungen
Schmuck – Keramik am Körper (Faltblatt)
Otto Meier – Stiller Meister des 20. Jahrhunderts (Faltblatt)
Künstler-Entwürfe für Rosenthal
Eine Sammlung aus dem Freundeskreis (Faltblatt)
2003
Große Sonderausstellungen
Russisches Porzellan aus Schloss Kuskovo (Faltblatt)
All Nations Are Welcome.
Porzellan der Weltausstellungen 1851 bis 1910 (Katalog)
Studioausstellungen
Highlights englischer Keramik
Gordon Baldwin, Alison Britton, Ken Eastman, Julian Stair (Faltblatt)
Malerisches – Keramik freier Künstler (Faltblatt)
Japanische Bildwelten – Keramik aus Satsuma
Eine Sammlung aus dem Freundeskreis (Faltblatt)
2002
Große Sonderausstellungen
Mimos und Mythos. Aspekte antiken Theaters in Griechenland (Faltblatt)
Harmonie – Japanische Blumenkunst
30 Jahre Internationale Ikebana-Schule Georgie Davidson (Faltblatt)
Studioausstellungen
Haarrisse
Aktuelle Arbeiten von Absolventen der Keramikklasse der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle (Faltblatt)
Mensch aus Lehm
Tobias Gereon Gerstner, Düsseldorf (Faltblatt)
Max Laeuger in Kandern und die Staatliche Keramikmanufaktur Karlsruhe
Eine Sammlung aus dem Freundeskreis (Faltblatt)
2001
Große Sonderausstellungen
Informel – Keramik von Karl-Otto Götz (Katalog)
Brenn|Punkte. Keramische Fachschulen seit 1875:
Landshut – Höhr – Bunzlau
weitere Stationen: Ofen- und Keramikmuseum Velten, Muzeum Ceramiki Boleslawiec/Pl, Museen der Stadt Landshut, Internationales Keramikmuseum Weiden, Schlesisches Museum Görlitz (Katalog)
Studioausstellungen
Fernöstliche Impulse
Horst Kerstan zum 60. Geburtstag (Faltblatt)
Ein Besuch im Zoo
Tierdarstellungen seit der Antike (Faltblatt)
Pekka Paikkari – Finnland
Monumentales und Serielles (Faltblatt)
Tonangebend
CL-AN Barthelmess zum 65. Geburtstag (Faltblatt)
A la santé – Französische Faßreiter
Eine Sammlung aus dem Freundeskreis (Faltblatt)
2000
Große Sonderausstellungen
Meisterwerke deutscher Fayence aus dem Hetjens-Museum in der Silberkammer der Hofburg Wien
225 Jahre Royal Copenhagen.
Dänisches Porzellan im Wandel der Stile
Imari-Porzellan am Hofe der Kaiserin Maria Theresia (Katalog)
Studioausstellungen
Facetten europäischer Keramik
25 Jahre Schenkungen aus einer Privatsammlung (Faltblatt)
Frank Louis
Arbeiten mit Ton (Faltblatt)
Sara Pelly-Wertsman (Israel): contra natura (Faltblatt)
Vom Jugendstil bis in die 50er
Eine Sammlung aus dem Freundeskreis (Faltblatt)
1999
Große Sonderausstellungen
Feuerwerke. Künstlerinnenpreis des Landes NRW 1999 (Katalog)
Um 1909. Porzellan aus Berlin, Meissen und Nymphenburg (Katalog)
1998
Große Sonderausstellungen
Verrückt nach Angelika – Porzellan und anderes Kunsthandwerk nach Angelika Kauffmann (Katalog)
Hanna Charag-Zuntz und Varda Yatom. Gefäße und Skulpturen aus Israel (Katalog)
Heinz Mack – Skulptur aus dem Feuer (Katalog)
Studioausstellungen
Ingeborg Asshoff (1919–1998)
1997
Große Sonderausstellungen
Schuhe aus fünf Kontinenten – Spiegel der Kulturgeschichte, Sammlung Garant
Schuh AG (Katalog)
Eduardo Chillida. Skulpturen aus Ton (Katalog)
Frühes Meissener Porzellan. Kostbarkeiten aus deutschen Privatsammlungen (Katalog)
Kiku und Keramik
25 Jahre Internationale Ikebanaschule Georgie Davidson (Faltblatt)
Das Auge des Rebhuhns. Frauentöpferei in Marokko (Faltblatt)
Studioausstellungen
Kristallglasuren
Von Picasso bis Vehring. Verwandlung der Gefäßform
1996
Große Sonderausstellungen
Menschen. Figürliche Keramik vom Jugendstil bis zur Gegenwart (Faltblatt)
Frühes Meissener Porzellan und seine ostasiatischen Vorbilder aus der Porzellansammlung im Zwinger (Katalog)
Claudi Casanovas: Keramische Skulpturen (Katalog)
Studioausstellungen
Bernard Leach und seine Schule
Sammlung Dr. Eberhard Knittel
Emidio Galassi
Ewen Henderson
Jan de Roden
1995
Große Sonderausstellungen
Shipibo Keramik (Heft)
Junge Kunstszene Finnland, Keramische Skulpturen und Installationen (Katalog)
Gerd Knäpper: Objekte. Ein deutscher Künstler in Japan (Katalog)
Ein fein Gemües vor die Taffel...
Spargelgeschirr aus der Sammlung Helmut Hentrich (Katalog)
Studioausstellungen
Keiji Ito
Rosa Amoros
Sammlung Dr. Lontzen
1994
Große Sonderausstellungen
Picasso, Miró, Tàpies – Keramische Werke (Katalog)
Hochfürstlich Fuldische Porzellanmanufaktur 1764–1789 (Katalog)
1993
Studioausstellungen
Neuerwerbungen
Alessio Tasca
1992
Große Sonderausstellungen
Moderne Koreanische Keramik (Katalog)
Ikebana
Studioausstellungen
Bente Hansen
Keramik in Ecuador
Petra Weiss
1991
Große Sonderausstellungen
Tschechische Keramik (Katalog)
Studioausstellungen
Menschenbilder im 20. Jahrhundert (Heft)
Keramische Unikate der 60er und 70er Jahre
Keramik des Jugendstils und der zwanziger Jahre
1990
Große Sonderausstellungen
Theodor Hermann Schmuz-Baudiss (1859–1942) (Katalog)
Con Fuoco. Keramikszene Italien (Katalog)
Studioausstellungen
Elizabeth Fritsch
Gordon Baldwin
Pit Nicolas
Babs Haenen
Neil Tetkowski
Veronika Pöschl
1989
Große Sonderausstellungen
Keramik und Bauhaus
Geschichte und Wirkungen der keramischen Werkstatt des Bauhauses (Katalog)
5000 Jahre Gold und Keramik aus Afrika (Katalog)
Studioausstellungen
Schmuckdesign mit Keramik
Frederico Bonaldi
Enrique Mestre
1988
Große Sonderausstellungen
Keramik vom Niederrhein, 500 Jahre niederrheinische Irdenware (Katalog)
Emil Schumacher: Keramik
Studioausstellungen
5 schwedische Keramiker
Claudi Casanovas
Enrique Mestre
1987
Große Sonderausstellungen
Marokkanische Keramik (Katalog)
Laurenz-Heinrich Hetjens
Kakiemon-Porzellan, Sammlung Sakaida Kakiemon (Faltblatt)
Ikebana-Ausstellung
Bunzlauer Geschirr (Katalog)
Studioausstellungen
Suehari Fukami
Gerda Gruber
Johnny Rolf
1986
Große Sonderausstellungen
Zeitgenössische Keramik in Österreich (Katalog)
Keramik in der Weimarer Republik 1919–1933
Sammlung Tilmann Buddensieg (Katalog)
Deutsche Keramik. Sammlung Dr. Vehring (Katalog)
Studioausstellungen
France Franck
Nanni Valentini
Yvette Mintzberg
Kyllikki Salmenhaara
1985
Große Sonderausstellungen
Volkstümliche Keramik des Niederrheins 17.–19. Jahrhundert (Heft)
Volkstümliche Keramik aus Ungarn (Katalog)
Jugendstilkeramik präsentiert in der Filiale der Deutschen Bank, Düsseldorf, Königsallee
Ikebana-Ausstellung
Figur und Gefäß. Afrikanische Keramik (Katalog)
15 Schweizer Keramiker
Siegburger Keramiek, Leeuwarden (Katalog)
Studioausstellungen
Carlos Carlé
Gutte Eriksen
1984
Große Sonderausstellungen
Hans Coper
Erde und Feuer. Traditionelle japanische Keramik der Gegenwart (Katalog)
Deutsche Keramik heute: Vom Gefäß zur Skulptur
Ausstellung zum 75-jährigen Bestehen des Hetjens-Museums (Katalog)
Studioausstellungen
Karl Hentschel
Leen Quist
1983
Große Sonderausstellungen
Niederländische Fliesen. Sammlung Poensgen (Katalog)
Japanisches Porzellan der Edo-Zeit (Katalog)
Auf Allerhöchsten Befehl... Königsgeschenke aus der Königlichen Porzellanmanufaktur in Berlin
Studioausstellungen
Hans de Jong
Philippe Lambercy
1982
Große Sonderausstellungen
Keramik und Glas. Unikate finnischer Künstler (Katalog)
Rajnai Kerámia Siegburgi mühlyekböl, präsentiert in Budapest, Szeged und Salgótarján (Katalog)
Antoni Cumella (Katalog)
25 Jahre Töpfer-Innung Düsseldorf (Heft)
Studioausstellungen
Takako Araki
Edouard Chapallaz
Kari Christensen
Paul Soldner
1981
Große Sonderausstellungen
Masterpieces of german faience from the Hetjens-Museum, präsentiert in Tokyo, Nagoya, Arita, Faenza, Mitsukoshi Foundation (Katalog)
Keramik von Emile Gallé (Katalog)
Capolavori di ceramica tedesca del Museo Hetjens, präsentiert in Faenza (Heft)
Studioausstellungen
Nicholas Homoky
Pierre Culot
Pompeo Pianezzola
1980
Große Sonderausstellungen
Keramikskulpturen, Sammlung Dr. Hans Thiemann
Kasseler Porzellan (Katalog)
Ansbacher und Den Haager Porzellan (Katalog)
Studioausstellungen
Hans Coper
Heinz und Renate Heckmann
Hildegard Storr-Britz
Kurt Spurey
Stig Lindberg
1979
Große Sonderausstellungen
Deutsches Steinzeug der Renaissance und Barockzeit (Katalog)
Studioausstellungen
Carmen Dionyse
Lucie Rie
Ulla Viotti
1978
Große Sonderausstellungen
Japanische Keramik (Katalog und Heft)
Jan Bontjes van Beek (Katalog)
Holzgebrannte Keramik aus Europa (Heft)
Studioausstellungen
Albrecht Hohlt
Stephan Erdös
1977
Große Sonderausstellungen
Chinoiserie und Japanmode in der europäischen Keramik (Katalog)
Studioausstellungen
Bernd Friberg
Gerhard Marcks
Otto Lindig
Paul Dresler
Siegmund Schütz
Tierdarstellungen in der zeitgenössischen deutschen Keramik
1976
Große Sonderausstellungen
Keramik aus Südostasien (Katalog)
Keramik aus dem Mittelmeerraum, Sammlung Ebert (Katalog)
Internationale Ikebanaschule Georgie Davidson (Faltblatt)
Studioausstellungen
Alev Ebüzziya-Siesbye
Bernard Leach
Fance Franck
Imre Schrammel
Walter Popp
1975
Steinzeug des 15.–18. Jahrhunderts
Sèvres-Porzellan vom 18. Jh. bis zur Gegenwart (Katalog)
Max Laeuger
1974
Meister deutscher Keramik der Gegenwart (Katalog)
Modernes Ikebana
Hans Coper, Lucie Rie
Europäische Keramik des Jugendstils (Katalog)
1973
Islamische Keramik (Katalog)
1972
Siegburger Steinzeug (Katalog)
Keramik von Carlo Zauli (Heft)
Ikebana
Begegnung mit Ton in Schule und Museum
1971
Meister deutscher Keramik der Gegenwart (Katalog)
Keramik von Hubert Griemert (Katalog)
Deutsche Keramik '71 (Katalog)
Chinesisches Porzellan des 18. Jahrhunderts, präsentiert in der Orangerie von Schloß Benrath
1970
Fürstenberg-Porzellan, Tradition und Gegenwart (Katalog)
Dänische Keramik (Katalog)
1967
Keramik des Niederrheins. Aus Vergangenheit und Gegenwart (Katalog)
Chinesische Keramik aus dem Hetjens-Museum, präsentiert in der Stadtsparkasse Düsseldorf (Faltblatt)
1965
Preisgekrönte Keramiken 1965 – Deutsche Keramiken der Gegenwart
Chinesische Keramik aus Düsseldorfer Museums- und Privatbesitz (Katalog)
1964
Wedgwood (Heft)
1963
Frühzeiten der Keramik
1962
Keramiken von Otto Hohlt und Albrecht Hohlt (Katalog)
Deutsche Fayencen aus dem Barock
1961
Margarete Turge (Heft)
Claus Rudolf Barthelmess: Ton und Farbe aus 40 Jahren
1960
Moderne Keramik aus der Sammlung Peter Florack
Moderne holländische Keramik
1959
Wandlungen keramischer Kunst
1958
Stephan und Ida Erdös
Porzellan und Fayencen am Hofe Carl Theodors, präsentiert in Schloß Benrath
Porzellan und Dekor
Moderne holländische Keramik (Katalog)
Künstler der Keramik aus Japan (Katalog)
Düsseldorfer Kunstschätze in der Villa Hügel. Gemälde, Plastik, Kunstgewerbe, Graphik, Keramik (Katalog)
Chinesische Meisterwerke der Keramik (Heft)
1957
Wandbehänge und Keramik aus 8 Ländern Europas
1956
Perchtentanz
Ostdeutsches Steinzeug aus 3 Jahrhunderten, Sammlung Spiethoff
Hessische Töpferkunst aus 600 Jahren (Katalog)
Deutsche Barockgraphik, Sammlung Spiethoff
1955
Twee eeuwen duitse faience. 1600–1800 uit de collectie van het Hetjens-Museum te Düsseldorf. Den Haag (Katalog)
Deutsche Keramik der Gegenwart (Katalog)
Chinesische Keramik aus dreieinhalb Jahrtausenden (Katalog)
1954
Moderne italienische Keramik (Heft)
Arno Lehmann (Faltblatt)
Altes und neues Berliner Porzellan 1751–1954, präsentiert in Schloß Benrat (Katalog)
1953
Picasso – Leger: Keramik
Keramik von Gusso O. Reuß und Otto Hohlt
Geschirrgestaltung der letzten 50 Jahre (Faltblatt)
1952
Präkolumbische Keramik aus Peru
Düsseldorfer Töpfer: Claus Rudolf Barthelmess, Waltraud Eich, Barbara Hannasch
1951
Richard Bampi
Neue Keramik und Wandbehänge. Stephan Erdös, Bontjes van Beek, Hermann Sehrig
Margrit Linck: Keramik, Woty Werner: Bildwirkereien (Katalog)
Hubert Griemert
1950
Meissener Porzellan des 18. Jahrhunderts aus rheinischem Museums- und Privatbesitz (Heft)
Keramische Kunst von Josef Hehl, Xanten (Heft)
Kacheln und Fliesen
Delfter Fayencen
Alte chinesische Tonplastik
1949
Paul Dresler zum 70. Geburtstag
Orientalische und europäische Fayencen
Keramische Kunst aus 2000 Jahren
1948
Späte Werke von Paul Klee (Heft)
Alte keramische Volkskunst am Niederrhein
1947
Deutsche Porzellanfiguren des 18. Jahrhunderts, Schloß Benrath (Heft)
Deutsche Maler seit der Romantik aus Düsseldorfer Museumsbesitz (Heft)
1946
Lebendiges Erbe, Gedächtnisausstellung (Katalog)
Gemälde alter Meister aus Düsseldorfer Museumsbesitz (Katalog)
1938
Meisterwerke der Keramik. Von Juli 1938 bis zum Mai 1939 monatlich wechselnde Neuvorstellung eines Meisterwerks
Meissener Porzellankunst einst und jetzt (Katalog)
1936
Schatz- und Wunderkammern. Von der altgermanischen Buckelurne zum Meissener Porzellan
Frankenthaler Porzellan aus der Zeit des Rokoko, präsentiert in Schloß Benrath (Katalog)
1935
Moderne westdeutsche Töpferkunst
Meisterwerke deutscher Fayencen
1934
Niederrheinische Töpferkunst 17.–19. Jahrhundert
25 Jahre Hetjens-Museum – Neuerwerbungen
1932
Von der irdenen Scherbe zum Porzellan. Chinesische Keramik aus dem Besitz Düsseldorfer Sammler
Moderne niederrheinische Keramik
Europäisches Porzellan des 18. Jahrhunderts aus Düsseldorfer Privatbesit
1931
Niederländische Fayencen (Katalog)
1924
Rheinisches Steinzeug (Katalog)
1912
Original Bilder aus der Zeit Napoleon I. aus der Sammlung Rechtsanwalt Stocky
1911
Kleiner Führer durch das Hetjens-Museum der Stadt Düsseldorf (Katalog)
1909
monatlich wechselnde Ausstellungen mit Kupferstichen, Radierungen und Möbeln